Gruppe in widersprüchlicher Gesellschaft http://IWG.blogsport.de Fri, 15 Aug 2014 18:52:49 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Zusammen gegen Antisemitismus http://IWG.blogsport.de/2014/08/15/zusammen-gegen-antisemitismus/ http://IWG.blogsport.de/2014/08/15/zusammen-gegen-antisemitismus/#comments Fri, 15 Aug 2014 18:52:49 +0000 Administrator Allgemein http://IWG.blogsport.de/2014/08/15/zusammen-gegen-antisemitismus/ Im Folgenden handelt es sich um einen Redebeitrag der Gruppe IWG zur Kundgebung „Zusammen gegen Antisemitismus“ in Bremen am 22.07.2014:

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

in den Vorbereitungen zu dieser Kundgebung kam die Frage auf, ob sich eine Kundgebung gegen Antisemitismus ausrichten lasse, ohne auf den Nah-Ost-Konflikt einzugehen.
Gegenfrage: Bedarf es wirklich einer Analyse der Geschehnisse in Israel und den palästinensischen Gebieten, um die Ereignisse der letzten Tage als antisemitische Übergriffe wahrnehmen und kritisieren zu können? Was haben die Auseinandersetzungen in Gaza damit zu tun, dass hier in Deutschland Juden beschimpft und bedroht werden? Primär doch erst einmal nichts!
Zugegeben: Die Antisemit_innen vom Bremer Friedensforum zu kritisieren, ohne Israel und „doppelte Standards“ zu erwähnen, ist ziemlich schwierig, eigentlich unmöglich. Aber zu fragen ist doch, ob es den Demonstrierenden, die sich „Freiheit für Palästina“ auf die Fahnen schreiben auch tatsächlich um den neuerlichen Konflikt geht.
So mutet es doch eher an, dass sie den Konflikt bloß zum Anlass nehmen und jetzt ihre Chance wittern auf den Straßen gegen Jüdinnen und Juden zu hetzen. Und das können sie doch nur, weil sie davon ausgehen, dass ihr propagierter Antisemitismus von der Mehrheit akzeptiert oder zumindest ignoriert wird. So stoßen sie mit ihren antisemitischen Parolen und ihrem unüberhörbarem Hass auf alles, was jüdisch ist, auch auf offene Ohren in der deutschen Gesellschaft. Letztere verschanzt sich hinter der Aussage, dass man ja wohl noch Israel kritisieren dürfe. Aber diesem Mob geht es nicht vornehmlich um eine Kritik an der israelischen Politik! Sie suchen bloß eine Legitimation ihren Judenhass in die Öffentlichkeit zu tragen. Und was bietet sich in der deutschen Gesellschaft mehr an, als eine Kritik an Israel?
Einen erheblichen Anteil an dem Mobilisierungserfolg hat sicherlich der zirkuläre Fluss von Video- und Fotomaterial in den sozialen Netzwerken des Internets, welches oft eindeutig gefaked ist und eine ganz klar aufhetzende Intention hat.
Die Menschen, die derzeit jeden Tag in Massen durch Städte, wie Bremen, Essen, Göttingen, Hannover und Berlin ziehen, haben nicht den blassesten Schimmer, was in Israel und den palästinensischen Gebieten wirklich passiert. Es ist ihnen auch vollkommen egal und letzten Endes geht es ihnen auch nicht um Frieden. Unter dem Deckmantel der sogenannten Israelkritik leben sie ihre antisemitische Hetze auf der Straße aus. Im Gegensatz zu den antisemitischen Äußerungen des Bremer Friedensforums, die sich seit einigen Jahren auf dem Bremer Marktplatz zusammenfinden, um gegen ihr Feindbild Israel zu wettern, agieren die Akteure des antisemitischen „Free Gaza“-Mobs noch unverblümter. Sie schrecken nicht davor zurück jüdische Institutionen zu belagern, Gegendemonstrant_innen tätlich anzugreifen, Jüdinnen und Juden zu bedrohen, Synagogen zu attackieren, sowie jüdische Denkmäler zu beschmieren.
Es macht uns fassungslos, dass sich in Deutschland Menschenmassen zusammenfinden, die menschenverachtende und antisemitische Parolen skandieren, Hitlergrüße zeigen und jüdische Gemeinden ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärfen müssen, weil sie um ihr leibliches Wohl und ihre Institutionen fürchten müssen.
Wir müssen uns dieser antisemitischen Gefahr gewahr werden, die Lage analysieren und eingreifen, anstatt die Füße hochzulegen und zu denken, dass sich der antisemitische Mob wieder verziehen wird.

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Kein Appeasement für Israelhasser! http://IWG.blogsport.de/2012/05/23/kein-appeasement-fuer-israelhasser/ http://IWG.blogsport.de/2012/05/23/kein-appeasement-fuer-israelhasser/#comments Wed, 23 May 2012 15:26:41 +0000 Administrator Allgemein http://IWG.blogsport.de/2012/05/23/kein-appeasement-fuer-israelhasser/ Am 24. Mai 2012 lädt die Marxistische Abendschule (Masch) in Kooperation mit dem Bremer Friedensforum zu einem Vortrag mit dem ehemaligen außenpolitischen Sprecher der Linkspartei und Völkerrechtler Norman Paech zum Thema „Menschenrecht im Dienste des Krieges“ ein.

Nachdem die Masch bereits im April Wolfgang Gehrcke unter dem Titel „Deutsche Außenpolitik im Nahen Osten und Nordafrika“ ein Podium bot, auf dem dieser Israel als „das Kernproblem“ und als Bedrohung für den Iran darstellte (siehe taz: 05.04.2012) und es insgesamt eher um Israel als alleinigen Verantwortlichen für die Konflikte im Nahen Osten ging, steht zu befürchten, dass auch Norman Paech mit der Absicht eingeladen wurde, Israel an den Pranger zu stellen. Als einer jener notorischen Friedensbewegten, die gegen Kriege vor allem dann sind, wenn sie nicht gegen Israel geführt werden, ist Paech ohnehin bekannt. Wie um alle Zweifel daran auszuräumen, weist das Programm der Masch explizit auf seine Beteiligung an der Gaza-Flotille 2010 hin und übernimmt Paechs Urteil, es habe sich bei der Stürmung der Mavi Marmara durch die israelische Marine um einen „Piratenakt“ gehandelt. Weil der Völkerrechtler weiß, dass staatliche Maßnahmen per völkerrechtlicher Definition keine Piraterie darstellen können, spricht er Israel in seinem Urteil bewusst ab, ein souveräner Staat zu sein.
Dieses Urteil wahr werden zu lassen, ist das Ziel der Hamas, mit der Paech paktierte als er an der Gaza-Flotille teilnahm, die vor allem der solidarischen Unterstützung der Hamas galt: Es gehört zu Paechs politischen Programm, mit Faschist_innen und Islamist_innen in einem Boot zu sitzen, solange es nur gegen den jüdischen Staat und dessen Souveränität geht.

Worum es der Masch und Paech geht, wenn sie am 24. Mai zusammenkommen und über das Verhältnis von Menschenrecht und Völkerrecht sinnieren, ist daher mehr als eindeutig: wie das Völkerrecht gebrauchen, um eine Delegitimierung Israels zu rechtfertigen?

Da der Antizionismus weiterhin der Kitt ist, der alte Leninist_innen und Antiimperialist_innen mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft ebenso wie mit Nazis und Jihadist_innen verbindet; da der Hass auf Israel keine Schrulle von Maulheld_innen, sondern antisemitisches Programm ist, fordern wir euch auf, am 24. Mai 2012 um 19.30 Uhr zum Goetheplatz zu kommen, damit diese Veranstaltung nicht unkommentiert bleibt!

Gruppe in widersprüchlicher Gesellschaft (IWG)

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Veranstaltung: Antisemitismus in der Linken – eine Bestandsaufnahme 12.11.11 um 19.30 Uhr in den Tivoli-Saal des Gewerkschaftshauses in Bremen http://IWG.blogsport.de/2011/10/31/veranstaltung-antisemitismus-in-der-linken-eine-bestandsaufnahme-12-11-11-um-19-30-uhr-in-den-tivoli-saal-des-gewerkschaftshauses-in-bremen/ http://IWG.blogsport.de/2011/10/31/veranstaltung-antisemitismus-in-der-linken-eine-bestandsaufnahme-12-11-11-um-19-30-uhr-in-den-tivoli-saal-des-gewerkschaftshauses-in-bremen/#comments Mon, 31 Oct 2011 10:31:48 +0000 Administrator Allgemein http://IWG.blogsport.de/2011/10/31/veranstaltung-antisemitismus-in-der-linken-eine-bestandsaufnahme-12-11-11-um-19-30-uhr-in-den-tivoli-saal-des-gewerkschaftshauses-in-bremen/ Die im Mai dieses Jahres von Samuel Salzborn und Sebastian Voigt veröffentlichte Studie zur Wirkmächtigkeit antisemitischer und antizionistischer Positionen in der Partei DIE LINKE löste innerhalb der Partei eine andauernde und kontroverse Debatte aus. Sowohl in der Studie als auch in der Debatte ging es um nicht weniger als die Frage, inwieweit antisemitische und antizionistische Positionen innerhalb der Partei konsensfähig seien und inwieweit sie geduldet oder als Minderheitenposition bekämpft würden.
Auch in Bremen holte der Konflikt die Partei ein: Im März dieses Jahres mobilisierte das Bremer Friedensforum zu einer Boykottaktion gegen israelische Waren vor einen Schwach-hausener Supermarkt. DIE LINKE bot dem Friedensforum auf ihrer Website eine Plattform um für ihre Aktion zu werben bzw. sich gegen Vorwürfe zu verteidigen, sie würden damit an die Naziparole „Deutsche, kauft nicht beim Juden!“ anknüpfen. Nachdem die Boykottaktion und die Kooperation zwischen Friedensforum und Partei in den deutschen und internationalen Medien skandalisiert worden war, beeilte sich DIE LINKE sich von jedweder Verbindung zur inkriminierten Aktion zu distanzieren. Gleichwohl verweigerte die Partei ihre Unterschrift unter eine von allen Parteien des Bremer Senats unterzeichnete Verurteilung antiisraelischer Boykottaufrufe zwei Monate später.
Wir wollen mit unserer Podiumsdiskussion der Frage nachgehen, aus welchen historischen und theoretischen Traditionsbeständen sich ein linker Antisemitismus und Antizionismus speist und weshalb diese Ideologien innerhalb der Partei DIE LINKE und in Bewegungen wie dem Friedensforum offenbar so anschlussfähig sind. Ferner soll geklärt werden, warum eine kapitalismuskritische, an Emanzipation und Freiheit interessierte Linke nicht auf überholte und reaktionäre Erklärungsmuster wie Antizionismus und Antiimperialismus setzen darf.

Wir laden daher am Samstag, den 12.11.11 um 19.30 Uhr in den Tivoli-Saal des
Gewerkschaftshauses in Bremen ein.
Es diskutieren:
Sebastian Voigt: Herausgeber der Studie „Antisemiten als Koalitionspartner? Die Linkspartei zwischen antizionistischem Antisemitismus und dem Streben nach Regierungsfähigkeit“
Katharina König: Landtagsabgeordnete der Partei DIE LINKE im Thüringer Landtag
Mathias Mohrens: Mitglied der Gruppe in widersprüchlicher Gesellschaft Bremen

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Individuelles Leiden und die Kritik gesellschaftlicher Objektivität – Ein Vortrag von Christine Kirchhoff http://IWG.blogsport.de/2011/05/11/12/ http://IWG.blogsport.de/2011/05/11/12/#comments Wed, 11 May 2011 12:22:43 +0000 Administrator Allgemein http://IWG.blogsport.de/2011/05/11/12/ VA INDIVIDUELLES LEIDEN

Flyer – Individuelles Leiden

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Veranstaltung mit Birgit Schmidt http://IWG.blogsport.de/2010/05/31/veranstaltung-mit-birgit-schmidt/ http://IWG.blogsport.de/2010/05/31/veranstaltung-mit-birgit-schmidt/#comments Sun, 30 May 2010 22:17:45 +0000 Administrator Allgemein http://IWG.blogsport.de/2010/05/31/veranstaltung-mit-birgit-schmidt/ VA

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Das Plakat zur Ausstellung in Bremen http://IWG.blogsport.de/2010/04/18/das-offizielle-poster-fuer-die-ausstellung-in-bremen/ http://IWG.blogsport.de/2010/04/18/das-offizielle-poster-fuer-die-ausstellung-in-bremen/#comments Sun, 18 Apr 2010 08:19:56 +0000 Administrator Allgemein http://IWG.blogsport.de/2010/04/18/das-offizielle-poster-fuer-die-ausstellung-in-bremen/

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„Das hat’s bei uns nicht gegeben!“ Antisemitismus in der DDR – eine Ausstellung http://IWG.blogsport.de/2010/04/14/das-hats-bei-uns-nicht-gegeben-ausstellung-zu-antisemitismus-in-der-ddr/ http://IWG.blogsport.de/2010/04/14/das-hats-bei-uns-nicht-gegeben-ausstellung-zu-antisemitismus-in-der-ddr/#comments Tue, 13 Apr 2010 22:07:25 +0000 Administrator Allgemein http://IWG.blogsport.de/2010/04/14/das-hats-bei-uns-nicht-gegeben-ausstellung-zu-antisemitismus-in-der-ddr/ 2.5 – 1.6. 2010 im Rosenak-Haus in der Kolpingstraße.

ÖFFNUNGSZEITEN:
DIENSTAG: 10-12 UHR
DONNERSTAG: 16-18 UHR
SONNTAG: 16-19 UHR

Am Sonntag, den 02.05.2010 wurde die Ausstellung „Das hat’s bei uns nicht gegeben!“ Antisemitismus in der DDR – eine Ausstellung im Rosenak-Haus in der Kolpingstraße 7 eröffnet. Angeregt durch einen Arbeitskreis an der Universität Bremen wird die Ausstellung rund 1 Monat im Rosenak-Haus zu besichtigen sein.

Über die historische Rekonstruktion von Antisemitismus und Antizionismus in Staat und Gesellschaft der DDR, über die Dechiffrierung des selbst geschaffenen antifaschistischen Mythos, versucht die Ausstellung das Erstarken der „Neuen Rechten“ in den neuen Bundesländern auszudeuten.

Neben einem kurzen Überblick über den Charakter des modernen Antisemitismus, werden auf 30 Tafeln folgende Themen behandelt:

  • Schändungen jüdischer Friedhöfe in der DDR
  • Antizionismus in Politik und Medien – Rezeption des Nahostkonflikts
  • Gedenken und Erinnern an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus
  • Rechtsextremismus und Antisemitismus in den 1980er Jahren
  • Zudem wir die Ausstellung von 2 inhaltlichen Beiträgen von Historikern begleitet:

    Sonntag, den 02.05.2010 um 16 Uhr: Antisemitismus und Israelfeindschaft in der DDR.
    Vortrag und Diskussion mit Heike Radvan von der Amadeu-Antonio Stiftung Berlin.

    Dienstag, den 25.05.2010 um 19.30 Uhr: Über die historischen Vorläufer von Antizionismus und Antisemitismus in der DDR.
    Vortrag und Diskussion mit Olaf Kistenmacher, Historiker und Publizist aus Hamburg.

    Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich auf der Homepage der Stiftung.

  • amadeu-antonio-stiftung
  • Stiftung

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